Die Marie-Curie-Realschule versteht sich als Kulturschule und ist seit vielen Jahren Teil des Landesprogramms „Kulturschule Baden-Württemberg“. Mit Hilfe unserer Schüler/innen und Lehrer/innen aus verschiedenen Nationalitäten und kulturellen Hintergründen leben wir Kultur und Integration.
Dabei geht es nicht nur um das Erlernen interkultureller Kompetenzen, vielmehr noch fordern und fördern wir Kunst. Damit meinen wir vor allem die Ausdrucksformen der "Schönen Künste" wie Bildende Kunst (Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur), Musik, Literatur und Darstellende Kunst (Theater, Tanz, Film).
Exemplarische Projekte in der jüngeren Vergangenheit waren u.a.:
Experimentieren mit Druckgrafik/Wort und Fotografie/Cinemagrammen und Musik/Klang und Video/Ton, Holz und Bronze
Produktion eines Musikvideos
Identitätsfindung mit Kunst
Märchen als künslerische Ausdrucksmöglichkeit
Projekt "Kunst für Toleranz"
und viele weitere...
Judith T. Denkberg de Gvirtz und zahlreiche weitere Künstler unterstützen unsere Schule bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung unserer Projekte.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Kultusministeriums sowie des Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung. Einen Einblick in unseren Kulturfahrplan finden Sie unten.
Vision
In unserer Schule räumen wir Kunst und Kultur eine wichtige identitätsstiftende Funktion ein. In einem andauernden Findungsprozess, der sich in einem Spannungsfeld zwischen Veränderung, Bestärkung und Pflege des Bewährten bewegt, spielen Angebote im kulturellen Bildungsbereich eine wichtige Rolle.
Unterschiedliche kreative Angebote in unserer Schule ermöglichen den Schüler:innen an diesem Prozess teil zu haben und ihn mitzugestalten. Zum einem fördern sie die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Erwerb von wichtigen Schlüsselkompetenzen wie Reflexionsfähigkeit, Kreativität, Selbstwirksamkeit, Empowerment, Ausdrucksvermögen, Toleranz und differenzierte Wahrnehmung. Zum anderen bestärken sie die Identifikation bzw. das Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Schule und ihrem sozialen und interkulturellen
Leitbild als wichtige Grundlage für ein soziales Miteinander.
Die Marie-Curie-Schule ermöglicht den Schüler:innen somit einen Zugang zum kulturellen Leben in ihrer Umwelt. Die Schule öffnet sich nach außen und gestaltet mit Künstler:innen und kulturellen Institutionen der Stadt und der Region gemeinsame Projekte.
Diese Kooperationsprojekte bieten den Schülerinnen und Schülern:
- persönliche Erfolgserlebnisse und Selbstwirksamkeit im künstlerischen Bereich und dadurch eine
erlebnisgestützte kulturelle Grundbildung
- verschiedene ästhetische Erfahrungen, die letztlich zu einer erhöhten Wertschätzung von Kunst und Kultur
beitragen
- die Gelegenheit die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten, d.h. aus den Augen eines Künstlers
- unmittelbaren Kontakt mit authentischen und professionellen Künstler:innen
- den Erwerb von Kunstkenntnissen und künstlerisch handwerklichen Fähigkeiten, daraus folgt eine Verstärkung
des Interesses, Begeisterung für Kunst und Empowerment im Allgemeinen
- eine Sensibilisierung für künstlerische Qualität
Ziele und Leitlinien
Die Marie-Curie-Realschule strebt ein breit gefächertes kulturelles Profil an und ist nicht auf einen bestimmten Bereich begrenzt.
Oberstes Ziel ist, die Schüler:innen unabhängig von deren soziokultureller Herkunft an Kunst und Kultur heranzuführen und dadurch Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen. Dadurch wird der Identitätsfindungsprozess der Schule als Ganzes und der Schüler:innen im Einzelnen unterstützt.
Bei der Umsetzung des Vorhabens sind folgende Teilziele von großer Bedeutung:
- Kultur und Kunst leben und erleben: auf zwei Wegen wird Interesse und Begeisterung für Kunst und Kultur bei
den Schüler:innen erweckt:
- Selbsterproben und Experimentieren als Kunstschaffender: künstlerische Fähigkeiten werden erlernt und
entwickelt, Selbstwirksamkeit wird erfahren
- Erleben und Reflektieren von kulturellen Angeboten: Besuch von Theatervorstellungen, Autorenlesungen,
Konzerten, Ausstellungen, Denkmälern, ...
- Öffnung der Schule: die Öffnung der Schule vollzieht sich in zwei Richtungen. Zum einen öffnet sich die Schule
externen Kulturpartner:innen, die ihre künstlerische Kompetenz als Bereicherung einbringen. Zum anderen
öffnet sich die Schule ihrer Umgebung, indem sie auch zu den Kulturinstitutionen geht, da dieser unmittelbare
Kontakt als bereichernd und motivierend erlebt wird.
- Künstler:innen hautnah: Schüler:innen sollen mit authentischen, professionellen Künstler:innen direkt
zusammen arbeiten. Dadurch werden künstlerische Prozesse einerseits verstanden, darüber hinaus wird Respekt
vor künstlerischer Arbeit geschaffen.
- Interkulturalität: das kulturelle Angebot soll dem vielfältigen kulturellen Hintergrund der Schüler:innen gerecht
werden und den Horizont dabei erweitern: die Unterschiedlichkeit der Kulturen soll als Bereicherung erfasst
werden und den gegenseitigen Respekt fördern.
- Sichtbarkeit: die Ergebnisse künstlerischer Arbeiten sollen auf verschiedenen Wegen ein öffentliches Publikum
finden: Kunstausstellungen, Kunstkataloge, CDs, DVDs, Musikperformance, Theateraufführung, Skulpturen im
öffentlichen Raum, usw.. Dadurch erfahren die Schüler:innen Wertschätzung für ihre künstlerische Arbeit,
darüber hinaus wird die Sichtbarkeit des kulturellen Profils der Schule erhöht.
- Soziale Kompetenz: durch die künstlerische Betätigung wird soziale Kompetenz und Empowerment gefördert.
Ziele werden gemeinsam erreicht, Einzelziele werden zu Gemeinschaftszielen. Der Beitrag des Einzelnen ist
wichtig für das Gelingen des Ganzen.
- Bei der Planung der kulturellen Angebote berücksichtigen wir die wechselnden kulturellen Angebote in der
Region und legen den Schwerpunkt entsprechend.
- Künstlerische Kompetenzen: durch den unmittelbaren Kontakt mit authentischen Künstler:innen / authentischer
Kunst wollen wir die ästhetische Wahrnehmung schulen und erweitern, sowie Kreativität und Ausdrucksfähigkeit
fördern. Die Auseinandersetzung mit Kunst führt zu einer Erweiterung des Horizonts.